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 Post subject: Mykorrhiza
PostPosted: Sun Dec 25, 2005 8:27 pm 
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Joined: Mon Nov 14, 2005 10:35 pm
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Hallo,
habe gelesen das der Gametophyt von Pteridophyten wie Pteridium oder Gleichenia zur Entwicklung unbedingt bestimmte Mykorrhiza braucht. Hat jemand Infos dazu bzw weiß jemand wo ich solch Mykorrhiza herbekomme. Habe aktuell Sporen von diesen Farnen und will sie mir nicht versauen.


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PostPosted: Sun Dec 25, 2005 9:15 pm 
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Joined: Sat Jul 17, 2004 12:56 am
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Vielleicht hilft da was weiter ==> http://www.baumfarn.at/treefern/viewtopic.php?t=124

lg
Peter


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PostPosted: Mon Dec 26, 2005 8:56 am 
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Joined: Thu Aug 05, 2004 2:13 pm
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Hallo,

ich habe von jemandem eine Mischung aus verschiedenen Endo- und Ecto-Mykorrhizapilzen bekommen. Kann eine kleine Menge abegeben, wenn das hilft.
Gruß
Frank


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PostPosted: Thu Dec 29, 2005 10:12 pm 
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Joined: Thu Mar 10, 2005 6:24 pm
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Hallo,

Also das hab ich von Farnen noch nicht gehört. Wir säen die Sporen von Pteridium in ganz normale Aussaaterde. Hat noch nie Probleme gegeben. Mykorrhizapilze sind mir nur von der Orchideenaussaat bekannt nicht von Farnen. Bei Gleichenia kann ich dazu nichts aus eigenen Erfahrungen sagen. Die haben wir in der Farngärtnerei noch nie gehabt.

Liebe Grüße
Athyriana

_________________
Homepage: http://www.farngarten.de mit Informationen über die Aktionen der Fachgruppe Farne der GdS. Hier findet ihr z.B. interessante Termine von Ausstellungen und könnt eine CD mit 3800 Farnfotos und Beschreibungen von mehr als 800 Farnen bestellen.


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PostPosted: Fri Dec 30, 2005 6:54 pm 
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Joined: Thu Sep 30, 2004 7:22 pm
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Hallo Athyriana,

das ist ja ein interessaner link!
Und dazu auch noch ganz bei mir in der Nähe!
Da werd ich bestimmt mal im Sommer vorbeischauen.

Deiner Erfahrung mit Mykorrhiza kann ich zustimmen. Es sind zwar mehrere Mykorrhizapräparate im Handel, aber der Einsatz im Gartenbau ist sehr beschränkt. Die positive Wirkung tritt nur unter extremen Mangel- oder Stressbedingungen auf. Der einzige Einsatz, wo mir eine positive Wirkung bekannt ist, ist bei Dachgartensubstraten - also diesen ganz dünnen Substratschichten, auf denen dann Pflanzen gesetzt werden.

Von positiven Wirkungen bei Farnen durch Mykorhizza habe ich noch nie gehört. Da würde ich auch eher zur Stärkung und Anregung des Wurzelwachstums antagonistische Pilze ausprobieren, z.B. die Trichoderma-Präparate.

lg

Reiner


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PostPosted: Fri Dec 30, 2005 7:53 pm 
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Joined: Thu Aug 05, 2004 2:13 pm
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Bei der Gattung Angiopteris scheint die Symbiose mit Mykorrhizapilzen für die Entwicklung und das Überleben des Prothalliums recht wichtig zu sein. Einige Publiaktionen zeigen, daß die Prothallien immer mit Mykorrhiza-Pilzen assoziiert sind. Allerdings weiß ich nicht wie zuverlässig diese Publikationen sind. Zudem gehört Angiopteris zu den eusporangiaten Farnen, die ja sowieso einige Besonderheiten im vergleich zu den häufigeren leptosporangiaten Farnen (wie Cyathea und Dicksonia) aufweisen.
Ich habe irgendwo im Netz mal eine Publikatrion gefunden, die bei einigen leptosporangiaten Gattungen nachgewiesen hat, daß es keine Assoziation von mykorrhizierenden Pilzen mit dem Prothallium gibt....
Gruß

Frank


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PostPosted: Mon Aug 27, 2007 1:47 am 
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Meine Erafhrung zeigt: Angiopteris evecta kann man auch ohne Mykorrhizapilze von Sporen ziehen, aber nehme an dass die Ausbildung der Symbiose das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen fördern kann.

Hab mich während meines Praktikums in Neuseeland mit Mykorrhiza beschäftigt (nicht speziell mit denen von Baumfarnen). Darum interessiert mich: Hat jemand wie angedeutet mit Präparaten (Pilzsporen) experimentiert oder sonst wie Erfahrungen zu berichten?

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PostPosted: Sat Sep 01, 2007 7:10 am 
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Joined: Thu Aug 05, 2004 2:13 pm
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Location: Köln
Hi stritzi,

wenn ich das recht überdenke habe ich in keiner Publikation einen Hinweis gefunden, dass Angiopteris-Prothallien die Mykorrhiza-Pilze brauchen, um sich gut zu entwickeln. Es wurde lediglich gezeigt, dass sie mit Mykorrhiza-Pilzen assoziiert sind.....
Ich benutze einen Koniferen-Dünger voN Neudorff, der Mykorrhiza-Pilze enthält. Die Pflanzen wachsen sehr gut damit, aber ich habe jetzt keine Vergleiche gemacht, ob sie ohne diese Pilze nicht genauso gut wachsen. Ich vermute, dass es bei Kübelkultur keinen so gorßen Unterschied macht, ob man nun mit oder ohne diese Pilze kultiviert. Deren Effekte kommen ja eher bei Wasser- oder Nährstoffknappheit zum Tragen. Das passiert ja bei Kübelkultur normalerweise nicht so oft....

Du hast Angiopteris schon aus Sporen gezogen? Ich bin auch schon seit einiger Zeit dabei. Bin mir nicht so richtig sicher, ob ich wirkliche Prothallien oder nur Moose oder sonst was habe. Hast Du Fotos von prothallien?

Viele Grüße

Frank


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PostPosted: Tue Sep 04, 2007 7:41 pm 
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Location: Gresten (NÖ)
Hi Frank,

du hast natürlich recht: Mykorrhiza ist nicht überlebensnotwendig, das ist nur bei der Orchideenmykorrhiza der Fall und auch da ist die Symbiose nur in der Keimlingsphase essentiell.

Ich glaube aber, dass Mykorrhiza auch bei Kübelpflanzen eine positive Wirkung entwickeln kann weil sie auch imstande ist die Toleranz von Pflanzen gegenüber Schadstoffeinwirkungen (z.B. Schwermetalle) zu erhöhen. Regenwasser von Dachflächen im Stadtgebiet als Gießwasser enthält alle wasserlöslichen Schadstoffe der Luft und Schwebstoffe die sich am Dach niederschlagen. :sad4:

Zudem kann Mykorrhiza die Resistenz von Pflanzen gegen Pathogene erhöhen. Pathogene gewinnen in der Containerhaltung oftmals leichter Überhand wenn z.B. die Ballenfeuchte ständig zu hoch, oder die Luftfeuchte zu gering ist.

Aber das sind nur ein paar Ideen was Mykorrhiza theoretisch machen könnte falls es gelingt sie an der Topfpflanze zu etablieren.

Die Schwierigkeiten könnten sein:
*Die richtigen Partner finden: Mykorrhiza ist oft gattungs-spezifisch
Baum A geht mit Pilz b + d
Pilz b geht mit Baum A + C :sex: :love3:

Du verwendest für Koniferen gedachte Pilze für Farne?
Könnte funktionieren: jedoch sind diese zwei Pflanzengruppen nicht verwandt und haben recht untersch. Wurzelanatomien. :read2:

Hat man nun zwei kompatible Partner, kommt es dennoch nur unter idealen Bedingungen zur Infektion der Wurzeln mit dem Pilz. Der Pilz in Form von Sporen oder Hyphenfragmenten muss sich erst mal in der Blumenerde etablieren. Das braucht nicht nur Feuchtigkeit, Temperatur unf Nährstoffe, es darf auch keine zu antagonistische Bakterienpopulation oder Pilzflora bereits vorhanden sein. (Pilze und Bakterien sind in jeder Erde in Unmengen.) Pilze bekämpfen einander bis aufs Blut. :violent1: :boxing:

Hat sich der Pilz behauptet muss er junge Wurzelspitzen finden, meist sind nur diese empfänglich. Dann kann ein biochemischer Dialog (darum die Gattungsspezifizierung) beginnen, der zur Infektion führt. :3some:

Bei Koniferenmykorrhizapilzen handelt es sich höchstwahrscheinlich um Ektomykorrhizapilze. Ektomyk. ist rel. leicht mit freiem Auge zu erkennen. Also falls du deine Pflanzen das nächste Mal umtopfst schau dir die Wurzelspitzen genau an. Ektomyk bildet eine Mantelhülle von dichtgepackten Pilzhyphen aus, die glatt aber auch pelzig sein kann. Die Farbe kann schneeweiß aber auch alle Braun- und Graustufen haben. Einfach nach verdickten Wurzelspitzen mit anderer Farbe als die übrige Wurzel suchen.

Hui, wollt mich eigentlich nicht so auslassen. :oops:
Falls gewünscht gebe ich noch Fotos dazu.

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PostPosted: Tue Sep 04, 2007 8:03 pm 
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Joined: Tue Mar 21, 2006 5:16 pm
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So nun zu Angiopteris:

Hatte sehr schlechte Keimrate bei Angiopteris evecta. Hab jedoch die Sporen ausserhalb der Saison gesammelt, waren also schon alt.

Das Wachstum der Prothallien als auch der Planzen ist sehr langsam.
6 Monate nach der Aussat hatte ich noch Prothallien ohne irgendein Anzeichen eines Blattes. :sleepy3:
Da braucht man etwas Geduld.

Die Prothallien schauen herzförmig aus wie man es bei vielen Farnen sieht, die Lappen der Herzen können aber ziemlich länglich werden. Ich schick dir ein Foto.

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PostPosted: Tue Sep 04, 2007 8:25 pm 
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Location: Köln
Hi Stitzi,

ich verwende den Azet Koniferendünger von Neudorff. Bei den dort enthaltenen Mykorrhizapilzen handelt es sich um Endomykorrhiza formende Plize. Habe mal bei Neudorff nachgefragt. Wie gesagt mit dem Dünger wachsen die Pflanzen super, ob es an den Mykorrhiza-Pilzen liegt weiss ich nicht, können auch nur die Nährstoffe im Dünger sein........

Viele Grüße

Frank


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